Ägypten, erster Tag
(Kairo) Dieses Land ist einfach nur krass! Eigentlich nur drei Stunden Busfahrt haben für den Wunsch gereicht in diese Kultur richtig einzutauchen. Wir fahren im Konvoi von 5 Bussen plus 2 Sicherheitsautos (und extra Sicherheitsleuten in jeden Bus, die Pflicht sind) von Port Said nach Kairo. Die hohe Bevölkerungsdichte und der Bevölkerungszuwachse von rund 1,7 Millionen Menschen jährlich springt einem ständig entgegen. Überall an der Straße gibt es sogenannte neue Städte, die in den letzten zehn Jahren hochgezogen wurden. Meist säuberlich getrennt das Wohngebiet auf der einen und das zugehörige Industriegebiet auf der anderen Seite. Das krasseste zu dem Thema ist aber wohl ein Stadtviertel in Kairo, kurz vor den Pyramiden. Dort durfte eigentlich nicht gebaut werden, weil es fruchtbares Land ist. Die Leute haben aber quasi über Nacht dort Häuser hochgezogen. Nun können die Behörden die erst rausschmeißen, wenn sie den Leuten andere Wohnungen zuweisen, was sie natürlich nicht können. Also bleiben die Menschen dort wohnen, in einer Art Backsteinhäuser mit kaum Fenstern, häufig gucken die Stahlträger, weil die Bewohner, wenn sie können, noch höher bauen wollen. Das ganze Viertel ist für europäische Verhältnisse zumindest riesig. Genauso der alte Friedhof, ich glaub von den Mamelucken, wo die Menschen Häuser quasi um die alten Gräber herumgebaut haben. Im Gegensatz dazu gibt es natürlich auch ein Reichenviertel mit palastähnlichen Häusern, wo auch Präsident Mubarak wohnt, in dessen Richtung alle Straßen abgesperrt sind.
In Port Said fiel mir als erstes auf, wie gut ausgebaut die Straßen sind und wie wohlhabend alles aussieht. Das liegt wohl daran, dass wir mal wieder in einer Freihandelszone gelandet sind (s. Monaco und Delos). Auffällig waren auch die ganzen Schulkinder, die uns zuwinkten. Auf den zweiten Blick merkte ich dann natürlich, dass ich in einem islamischen Land bin: viel weniger Frauen als Männer auf der Straße und die Frauen, bis auf Ausnahmen, mit Kopftuch oder noch mehr verschleiert, sowohl auf dem Land, als auch in der Stadt. Eine Ausnahme ist unsere örtliche Reiseleiterin, wieso sie kein Kopftuch trägt, weiß ich (noch) nicht. Erwähnenswert finde ich noch, dass die Bauern alles das ganze Jahr über anpflanzen können. Auf die Temperatur kommt´s nicht an, ist immer warm genug und das Wasser kommt eh vom Nil und ist vom Niederschlag unabhängig. Hab ich alles mal in Erdkunde gehört, aber so ist es schon was anderes. Deshalb gehören die Bauern hier auch nicht zur untersten Bevölkerungsschicht, weil sie jeden Acker rund viermal im Jahr ernten können. Lehrer haben´s auch nicht gerade leicht, die können nur überleben, wenn sie Privatstunden zusätzlich geben. Die braucht allerdings jeder, weil es in den staatlichen Schulen Klassengrößen bis zu 60 Schülern gibt, in den privaten bis zu 40. Schulpflicht gibt´s übrigens bis zur 9., die laut unserer Reiseleiterin auch überall durchgesetzt wird… Auf dem land ist es einfach nur krass, wie direkt neben der großen Straße die Felder anfangen und in was für Hütten die Bauern wohnen, die aber alle Wasser und Strom in den Häusern haben. In der Stadt ist erst mal das Verkehrschaos, das echt lustig ist. Kamele und Esel haben wir nicht nur auf dem Land gesehen, sondern vor allem in Kairo auf den Straßen. Ja, ich könnte noch ewig über solche Eindrücke schreiben, aber morgen müssen wir um 7.30 Uhr vom Hotel los. Deshalb nur noch kurz über die Ton- und Lichtshow bei den Pyramiden. Ich habe sie also gesehen, die Pyramiden, die die verrückten Pharaonen gebaut haben. Kleiner als ich dachte, ehrlich gesagt. Aber sehr beeindruckend wegen der Schlichtheit und der Ewigkeit, die diese Bauwerke ausstrahlen. Da spüre ich Gott und denke an alle Menschen, die ich gerne habe und denen ich diesen Blick auch mal wünschen würde. Bei Sonnenuntergang und im Dunkeln mit verschiedenfarbiger Beleuchtung macht das Ganze natürlich noch mehr Eindruck. Dazu gab´s übrigens nette Geschichtchen und Kommentare von dem Sphinx, die zu historisch-philosophischen Gedanken anregten. Haben nun Cheops und Co. den Tod besiegt? Würde sich ohne die Pyramiden heute noch irgendwer an die erinnern? Erhabene Bauwerke, die irgendwie direkt an der Großstadt liegen, aber doch außen vor sind.
In Port Said fiel mir als erstes auf, wie gut ausgebaut die Straßen sind und wie wohlhabend alles aussieht. Das liegt wohl daran, dass wir mal wieder in einer Freihandelszone gelandet sind (s. Monaco und Delos). Auffällig waren auch die ganzen Schulkinder, die uns zuwinkten. Auf den zweiten Blick merkte ich dann natürlich, dass ich in einem islamischen Land bin: viel weniger Frauen als Männer auf der Straße und die Frauen, bis auf Ausnahmen, mit Kopftuch oder noch mehr verschleiert, sowohl auf dem Land, als auch in der Stadt. Eine Ausnahme ist unsere örtliche Reiseleiterin, wieso sie kein Kopftuch trägt, weiß ich (noch) nicht. Erwähnenswert finde ich noch, dass die Bauern alles das ganze Jahr über anpflanzen können. Auf die Temperatur kommt´s nicht an, ist immer warm genug und das Wasser kommt eh vom Nil und ist vom Niederschlag unabhängig. Hab ich alles mal in Erdkunde gehört, aber so ist es schon was anderes. Deshalb gehören die Bauern hier auch nicht zur untersten Bevölkerungsschicht, weil sie jeden Acker rund viermal im Jahr ernten können. Lehrer haben´s auch nicht gerade leicht, die können nur überleben, wenn sie Privatstunden zusätzlich geben. Die braucht allerdings jeder, weil es in den staatlichen Schulen Klassengrößen bis zu 60 Schülern gibt, in den privaten bis zu 40. Schulpflicht gibt´s übrigens bis zur 9., die laut unserer Reiseleiterin auch überall durchgesetzt wird… Auf dem land ist es einfach nur krass, wie direkt neben der großen Straße die Felder anfangen und in was für Hütten die Bauern wohnen, die aber alle Wasser und Strom in den Häusern haben. In der Stadt ist erst mal das Verkehrschaos, das echt lustig ist. Kamele und Esel haben wir nicht nur auf dem Land gesehen, sondern vor allem in Kairo auf den Straßen. Ja, ich könnte noch ewig über solche Eindrücke schreiben, aber morgen müssen wir um 7.30 Uhr vom Hotel los. Deshalb nur noch kurz über die Ton- und Lichtshow bei den Pyramiden. Ich habe sie also gesehen, die Pyramiden, die die verrückten Pharaonen gebaut haben. Kleiner als ich dachte, ehrlich gesagt. Aber sehr beeindruckend wegen der Schlichtheit und der Ewigkeit, die diese Bauwerke ausstrahlen. Da spüre ich Gott und denke an alle Menschen, die ich gerne habe und denen ich diesen Blick auch mal wünschen würde. Bei Sonnenuntergang und im Dunkeln mit verschiedenfarbiger Beleuchtung macht das Ganze natürlich noch mehr Eindruck. Dazu gab´s übrigens nette Geschichtchen und Kommentare von dem Sphinx, die zu historisch-philosophischen Gedanken anregten. Haben nun Cheops und Co. den Tod besiegt? Würde sich ohne die Pyramiden heute noch irgendwer an die erinnern? Erhabene Bauwerke, die irgendwie direkt an der Großstadt liegen, aber doch außen vor sind.

2 Comments:
"die Frauen, bis auf Ausnahmen, mit Kopftuch oder noch mehr verschleiert"
Gab es auch Ecken, wo ihr Kopftücher tragen musstet, oder war's dafür zu touristisch?
Nee, nee - so schlimm ist es ja bei denen nicht - und die haben schließlich auch relgiöse Minderheiten, die sie zu sowas nicht zwingen - und sowieso die leben vom Tourismus.
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