Dienstag, März 22, 2005

Der erste Tag auf See

(Mittelmeer, Höhe Sorrent? ;-) )Nur kurz zur Erklärung: Wir sind also mit Biblische Reisen unterwegs zum Thema Alte und Neue Weltwunder, ca. die Hälfte der Schiffsgäste gehört zu unserer Gruppe, die andere hat quasi „normal“ bei Hansa Kreuzfahrten gebucht. Uns wurde dann der Weg zu unserer Kabine gewiesen, die wir mit 4 Leuten bewohnen, und weil unsere Koffer noch nicht da waren, haben wir uns erst mal auf dem Schiff umgeguckt und sind schließlich im Speisesaal zum Kaffeetrinken gelandet, nette Kleinigkeiten gab´s. Dann kam die große Koffer-Auspack-Session in Etappen – ich frage mich immer noch, wie der ganze Inhalt meines Koffers in diesen kleinen Schrank gepasst hat. Schließlich ging´s zum Essen Menü-Auswahl. Mein Vater war sich ganz sicher, dass man nur die Sachen bestellen müsste, wo man auf der Karte auswählen kann und den Rest automatisch bekommen würde. Dem war natürlich nicht so, weshalb mir zwei nette Vorspeisen entgangen sind. Nach dem Essen war Begrüßung von Biblische Reisen angesagt, inkl. Vorstellung der Reiseleiter, außer ein paar Ausnahmen schienen die alle ganz in Ordnung zu sein. Nett war noch hinterher als die Frau des Chef-Gurus, die für die Orga zuständig ist auf uns zu kam und sagte, dass ihr unser Name so bekannt vorkäme, weil sie ganz lange einen Gast mit dem Namen gehabt hätten. Ich dachte mir sofort, dass das nur meine Oma sein konnte, rauskam dann, dass sie die ziemlich gut kannte, was ja auch kein Wunder ist, weil meine Oma x Reisen mit denen gemacht hatte. Überraschend war übrigens auch, dass die jüngeren Leute auf diesem Schiff (also sowohl Pubertierende und normale Leute, also 18-25jährige, als auch etwas ältere) fast alle zu Biblische Reisen gehören. Den Abend haben wir dann damit verbracht an Deck einen guten Cocktail schlürfend die Sicht auf Monaco zu genießen. Als ich dann irgendwann im Bett lag, fingen die Motoren an zu vibrieren, losgefahren sind wir wohl erst später und seitdem befinden wir uns in diesem schönen blauen Meer.

Der nächste Tag begann mit einem genialen Frühstücksbuffet, für mich ist ja kaum was so wichtig, wie das Frühstück. Das nächste Ereignis war die Seenotrettungsübung, eigentlich eine große Gaudi, damit die Fotografen viel Geld mit Fotos von Leuten in Schwimmwesten machen können. Danach hatte ich irgendwie meinen ersten Tiefpunkt, da mein Kreislauf die Überhitzung in den Gängen nicht so wirklich toll findet. An Deck war es dafür deutlich angenehmer, viel Sonne, blaues Meer – was will man mehr? Gute, wohl dosierte Bildung – die gab´s nach´m Essen über Weltwunder. Guter, interessanter Vortrag, ich bin trotzdem eingeschlafen, weil gerade gegessen, sowieso müde und viel zu bequeme Sessel. Ähnliches Problem war übrigens auch beim Gottesdienst am Vormittag, der wirklich sehr öde war. Der evangelische Pfarrer, der mit ist, ist eher und Labersacke und die evangelisch Art Gottesdienst zu feiern finde ich immer noch sehr – sagen wir mal – kahl.

(Dienstag, 22.3.05, 10:50 UhrMittelmeer, südlich von der Straße von Messina) Ansonsten bestand der Tag aus an Decke liegen und nichts tun oder schreiben und zwei Gesprächskreisen, die an sich toll sind, weil die Referenten wirklich was zu sagen haben und das gut rüberbringen können. Allerdings sind die Leute etwas seltsam, die nicht zuhören können und in bester Spanisch-Kurs-Manie Fragen wiederholen, die gerade beantwortet wurden. Besonders toll finde ich auch Leute, die zum Schluss dem Referenten sagen, dass er Unrecht hätte und dann genau das sagen, was er eine halbe Stunde vorher schon gesagt hat.

(kurz vor 2, vor´m Vortrag, Mittelmeer)
Beim ersten Gesprächskreis habe ich meine sis begleite zu so ´ne alten Altphilologen, wie er im Buche steht. Nette Sachen übe Religion und Gebete bei den alten Griechen erfahren. Der zweite war eher ein Referat, weil so viele Leute – über Jungfrauengeburt bei den Ägyptern und im Christentum. Von den Ägyptern habe ich ja nun null Ahnung und selbst wenn mir schon lange klar ist, dass das mit der biologischen Jungfräulichkeit Marias irgendwie nicht wirklich hinhaut, ist das mit dem ägyptischen Einfluss eine zusätzliche Argumentationshilfe.

1 Comments:

Anonymous Persi said...

"ist das mit dem ägyptischen Einfluss eine zusätzliche Argumentationshilfe."
Macht es dir was aus, das weiter auszuführen? Fänd ich interessant...

5:51 AM  

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