Dienstag, März 22, 2005

Das Abendprogramm

(Mittelmeer) Nach der Bildung ging´s dann gesellschaftlich weiter. In Abendgarderobe wurden wir vom Kapitän, Offizieren und Kreuzfahrtdirektor begrüßt. Sehr cool war die Situation, während wir mit Begrüßungsdrink am Tisch warteten. Auf dem Tisch gab´s eine Schale mit Chips, die natürlich sehr schnell leer war. Mein Vater, meine Schwester und ich haben meine Mutter angespitzt unsere leere Schale mit der vollen vom Nachbartisch zu tauschen, wo der zugehörige Besitzer gerade nicht hingeguckt hat. Als meine Mutter dann gerade wieder an ihrem Platz war, fasste der Typ natürlich das erste Mal zu den Chips und beschwerte sich lautstark darüber, dass keine mehr da waren, während wir alle verzweifelt versuchten unbeteiligt auszusehen. Danach ging´s weiter mit dem Begrüßungs-Gala-Dinner, was eigentlich kein großer Unterschied vom Stil her war zum Essen am Sonntag. Übrigens ist es überraschend wie schnell man sich an die Spielregeln beim Essen gewöhnt. Von zu Hause kenne ich ja solches Gedöns wie mehrere Gänge oder so gar nicht und die Bestecktheorie habe ich eigentlich immer nur gehört und nie erlebt. Hier ist das jetzt nach zwei Tagen total gewöhnlich für mich, dass 1000 Besteckteile am Anfang auf´m Tisch liegen und nach der Bestellung die Hälfte verschwindet und vor´m Dessert nochmal umgelegt wird. Nach dem Essen habe ich mir dann noch die Begrüßungsshow angetan, was jetzt den positiven Effekt hat, dass ich weiß welche Sachen ich mir NICHT antun muss und das sind fast alle. Der Typ, der durch´s Programm geführt hat und sonst noch einiges Zeugs macht, war ganz erträglich, abgesehen davon, dass er mich an Hubi erinnert *würg*
Ansonsten gab´s drei Arten von Gesang, alles eigentlich nur mit viel Alkohol zu ertragen und ´ne Tanzeinlage, die nicht schlecht war. Gut ist auch die Band, die mir eigentlich wegen des Publikums leid tut. Etwas geschafft habe ich mich danach in mein Bett begeben.